Bosse aus dem Niemandsland

Turnierhundsport (THS)

                                                                          Foto: HSV Windach e.V.

Grundsätzlich kann jeder Hundeführer mit seinem gesunden Hund Turnierhundsport betreiben, unabhängig von Rasse oder Größe des Hundes. Einzig wichtige Kriterien sind hier meines Erachtens, dass beide - sowohl Mensch als auch Hund - an dieser gemeinsamen Sport-art Freude haben und gesundheitlich fit genug dafür sind. Als Moti-vation dürfen - ausgenommen bei Turnieren - selbstverständlich sowohl Leckerlies als auch Lieblingsspielzeug eingesetzt werden. Und auch wer nicht auf Turnieren starten will, wird erleben, welche Faszination von einem in dieser Sportart spielerisch gut ausgebildeten Hund ausgeht und welchen Spaß das gemeinsame Training machen kann - denn: "a bisserl was geht immer..." und sei es auch nur die Begeisterung des interessierten Zuschauers!

Der Vierkampf (VK)

Der Vierkampf im THS ist vergleichbar mit dem Zehnkampf in der Leichtathletik und verlangt sowohl dem Menschen als auch dem Hund einiges an Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und Wendigkeit ab. Um im Vierkampf an Turnieren teilnehmen zu dürfen, wird die bestandene Begleithundeprüfung vorausgesetzt.

Hund und Hundeführer bilden hier ein gemeinsames Team, welches auf Zeit vier verschiedene Disziplinen möglichst fehlerfrei zu absolvieren hat. Fehler in den Läufen werden als Zeitstrafen gewertet. Aus Gründen der sportlichen Fairness wird zwischen Männern und Frauen und verschiedenen Altersklassen unterschieden.

Der Vierkampf besteht, wie der Name schon sagt, aus vier ver-schiedenen Teildisziplinen:

  • der Unterordnung
  • dem Slalomlauf
  • dem Hürdenlauf
  • dem Hindernislauf

Das jeweilige Mensch-Hund-Team beginnt bei Turnieren zunächst im Vierkampf I, steigt bei entsprechender Qualifikation in Vierkampf II auf und erreicht schließlich bei wiederum entsprechender Qualifi-kation die höchste Stufe des Vierkampfs, die sogenannte "Königs-disziplin" - den Vierkampf III. Von Stufe zu Stufe erhöht sich sowohl der Schwierigkeitsgrad für den Menschen als auch den Hund. So läuft beispielsweise in VK I der Mensch beim Hürdenlauf rechts neben seinem über die Hürden springenden Hund, während er in VK III gleichzeitig mit seinem Hund über die Hürden springen muss. Auch der Unterordnungspart wird von Stufe zu Stufe schwieriger. Einzig der Hindernislauf, bei welchem der Hund acht verschiedene Hindernisse - selbstverständlich wieder möglichst fehlerfrei - bewältigt, bleibt in seiner Schwierigkeit unverändert.

Der Shorty

Hier laufen 2 Hundeführer auf der rechten Seite ihres Hundes jeweils nacheinander und auf Zeit je einen 30 m langen Hindernis-parcours. Der Startpfiff für jedes Mensch-Hund-Team erfolgt durch den Leistungsrichter. Hier gewinnt und/oder verliert man im Team. Fehlerhafte Sprünge sind gemeinsame Fehler der beiden Teams und werden zur gelaufenen Zeit addiert. Für die Teilnahme am Shorty, der allen Beteiligten meist viel Spaß macht, wird die bestandene Begleit-hundeprüfung nicht vorausgesetzt.


Shorty-Team: Franz/Bosse und Carina/Jule
(aus dem Niemandsland)
                                                                                     Foto: HSV Windach e.V.

Der CSC

Beim CSC (Combination Speed Cup) laufen je 3 Hundeführer an der rechten Seite ihres Hundes und durchlaufen je einen eigenen Hindernisparcours ähnlich einem Stapellauf: Beendet das erste Team Mensch/Hund seinen Parcoursteil, pfeift der Leistungsrichter und das nächste Team läuft los und danach das dritte Team. Die Zeit läuft von Anfang bis Ende durch, Fehler gelten auch hier als gemeinsame Fehler und führen zu entsprechenden Zeitstrafen. Auch dies ist ein Mann-schaftssport, der sowohl den teilnehmenden Teams als auch den Zuschauern mega Spaß bereitet. Voraussetzung zur Turnierteilnahme ist hier die bestandene Begleithundeprüfung.

  • Die genaue Beschreibung aller (weiteren) THS-Disziplinen ist nachlesbar in der Prüfungsordnung (PO) für Turnierhundsport in der jeweils gültigen Fassung.